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1

Montag, 26. Juni 2017, 20:16

Loren Stump Sucker - wer von euch hat schon einmal damit gearbeitet?

Hallo ihr Lieben,

hat jemand von euch schon einmal mit dem Loren Stump Sucker etwas überfangen und würde mir seine Erfahrungen damit schreiben?
Vor allem würde ich bitte gerne wissen, ob man jeweils nur ein einzelnes Objekt damit überfangen kann, oder ob man mehrere zu überfangende Ojekte zunächst zu einer fertigen "Szene" zusammenbauen und erst zum Schluss alles miteinander überfangen kann.
Daraus ergibt sich dann auch die nächste Frage, nämlich welche Größe empfehlenswert ist, wenn man z.B. eine Unterwasser-Landschaft machen möchte.

Vielen Dank schon einmal und
herzliche Grüße
Susan

2

Montag, 26. Juni 2017, 21:28

Liebe Susan,
im Kurs bei Evamarie Volkmann hatte Loren Stump hatte er beides gezeigt. Das Einzelmotiv, sowie auch kunstvoll gelegte Blüten.
Er benutzte, soweit ich das nach all den Jahren in Erinnerung habe den Stump-Sucker von ca. 5 cm .
http://www.lampworketc.com/forums/showthread.php?t=50718

Ansonsten schreib Dietmar an, er hat einige Kurse bei Loren besucht und kann dir umfangreich antworten.
Viele Grüsse
Angela Liane



Blog:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Angela Liane« (26. Juni 2017, 21:48)


3

Montag, 26. Juni 2017, 22:09

Liebe Angela-Liane,

vielen Dank für deine hilfreiche Antwort und den Link.
Auch im "The Flow" vom Sommer 2013 ist eine Bildstrecke zu sehen, aber dort wird leider nur gezeigt, dass ein einzelner Oktopus überfangen wird.

Liebe Grüße
Susan

4

Montag, 26. Juni 2017, 22:34

Hallo Susan

Wie Angela-Liane schreibt hatte ich mehrere Kurse bei Loren Stump besucht. Als "Abschlußprojekt" im Kurs wurde jeweils ein Paperweight gefertigt. Es wurde jeweils ein "Szenario" aufgebaut, das dann im Ganzen eingeschlossen wurde. Dieses "Szenario" war aus z.B. mehreren Blüten, Blätern und Stengeln vormontiert und dann im Ganzen in die Form gestellt worden. Während das Klarglas (150g-Pucks von Schott) geschält und geschmolzen wurde heizte ein Helfer das "Szenario" mit einem Mikrobrenner vor, bis die Teile nicht mehr durch Hitzeschock platzen, wenn das glutflüssige Klarglas kommt.

Mit einem kleineren "Sucker" lassen sich auch Einzelteile einschließen, wenn der Große zuviel Volumen hat, das man später wieder entfernen müßte.

Die "nächste Frage" beantworte ich rückwärts. Wie groß soll denn das fertige Produkt werden? Wie nah am Rand (Linseneffekt beachten) soll das "Szenario" enden? Welche Mengen an wirklich gutem Klarglas kannst Du auf einmal erhitzen, putzen und handhaben? Zusätzliches Klarglas kann man zur Not noch später oben drauf setzen, aber man sieht immer die Nahtstelle als dünne Schliere.


Dies mal auf die Schnelle...

Dietmar
Veni, Vidi, Vitri
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5

Montag, 26. Juni 2017, 22:49

Hallo Dietmar,

während du hier schon fleißig geantwortet hast, habe ich dir erst eine PN mit genau den Fragen dazu geschrieben :D. Vielen, lieben Dank für deinen Beitrag!

Ich würde gerne Murmeln oder Paperweights mit einem Gesamt- Durchmesser von nicht viel größer als 50mm machen. Ich denke, dass ich diese Größe mit meinem Scorpion und einem 2x 12l Konzi noch gut durchführen kann. Das Innere, also die "Szene" wird somit wohl etwa einen Durchmesser von 3,5cm haben. Und schon ist meine Frage nach der richtigen Größe für mich beantwortet, oder? :)

Wie ist deine Einschätzung dazu, ob ich das Ganze auch mit Weichglas machen kann? Und ob ich anstelle des Mikrobrenners (den ich nicht habe) auch einen Vorwärmofen für das Vorwärmen der "Szene" verwenden kann?

Viele Grüße
Susan

6

Dienstag, 27. Juni 2017, 21:09

Hallo Susan

Rechne beim Durchmesser des "Szenarios" lieber deutlich kleiner, Du unterschätzt den Lupeneffekt.

Du wirst ungefähr das halbe bis 2/3 des Kugelvolumens an Klarglas auf einmal zum Blob formen, schälen und suppig-weich erhitzen müssen. Mit Loren's Delta-Mag sind das ca. zehn Minuten bis zum "Guss". Ich hatte mit einem Barracuda (von Bethlehem) meine liebe Mühe, am 15L-Konzi eine Murmel der genannten Dimension rund zu machen. Die mußte "nur" kaugummiweich sein, um sich rund schubsen zu lassen. Vorher hatte ich allerdings einen guten Meter fetten Klarglasstab zum Blob zusammengeschoben, immer peinlich darauf achtend, daß keine Oberfläche in Falten verdeckt wird. Das ist eine gute Fingerübung, um die Grenzen des Brenners auszutesten. Den Blob, oder die daraus geformte Murmel läßt sich später noch wieder nutzen, um einen "Guss" vorzubereiten.

Mit dem Spitzlicht vom Scorpion müßte es halbwegs klappen, das "Szenario" zu montieren, ein beweglicher Brenner erleichtert Vieles. Während man das "Szenario" aus dem Ofen nimmt kühlen die feinen Strukturen blitzschnell ab. Da kommt es tatsächlich auf wenige Sekunden an, bis man "gießen" kann, wenn das Glas erstmal weich ist. Die hier käuflichen Stump-Sucker lassen sich nicht "am Stück" in den Ofen stellen (Schlauch später dranfummeln unmöglich). Sie lassen sich aber auch nicht teilen, daß nur der Rand und der Siebboden im Ofen stehen...

Bisher habe ich mit dem Stumpsucker nur Weichglas verarbeitet. Leider ist das optimale Glas (Schott S8) am Markt kaum noch zu kaufen. So muß man jetzt auf die Klargläser der bekannten Hersteller zurückgreifen und Stäbe zum Blob umformen. Es müßte auch gut mit AK90-96 (= Studioglas) klappen. Sehr gut klappt es, wenn man aus dem Hafen schöpfen kann (Kelle oder Kugelpfeife).


Ich hoffe, daß ich schon mal ein Stück des Weges weiterhelfen konnte.

Dietmar



PS: Mich "juckt" es auch gelegentlich in den Fingern, ein weiteres Paperweight zu machen, habe aber nicht genug "Feuerkraft" aud einem Fleck.
Veni, Vidi, Vitri
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7

Dienstag, 27. Juni 2017, 21:28

Nachtrag:

Wenn Du die Gelegenheit hast, den Kurs " Loren I " entweder im CMOG oder bei ihm zuhause im Studio zu besuchen, dann wird das Dir einen BOOST geben, von dem Du noch Jahre zehren kannst. Komplexe Murrini, plastisches Arbeiten, Planung von Murrini und Skulpturen, "Szenario" mit verschiedenen Sorten Blumen und zuletzt als "Abschlußstück" ein Paperweight sind die Themen im einwöchigen Kurs. Danach ist man, zu Recht, platt und braucht viel nachträglichen Schlaf und ein neues dickes Notizbuch, weil das Erste überfüllt ist.


Dietmar


PS: Darauf aufbauend dann der "Schmetterlingskurs" und der "Unter Wasser Kurs", sowie verschiedene Themenkurse "Murrini-Madness" und "Paperweights only Kurse"... Ob Loren jemals "Large Sculptures in COE104" unterrichtet weiß ich nicht (30-70cm Höhe, massiv).
Veni, Vidi, Vitri
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8

Dienstag, 27. Juni 2017, 23:06

Hallo Dietmar,

ein ganz großes Dankeschön für deine ausführliche Beantwortung meiner Fragen.
Da werde ich meine Ansprüche bezüglich der Größe doch etwas herunterkorrigieren müssen, so dass die gesamte Größe nicht mehr als die 36mm Durchmesser (entsprechend der Größe L des Suckers) beträgt. Das wäre doch realistisch, oder was meinst du?
Mein Vorwärmofen ist ein reiner Vorwärmofen, kein Temperofen. Er ist vorne offen und hat zusätzlich eine Vorwärmplatte oben auf. Beides wird ordentlich heiß. Evtl. könnte ich die Form dann oben auf die Platte stellen? Aber du hast Recht ein beweglicher Handbrenner wäre in jedem Fall besser.

Du schreibst "die hier käuflichen Stump-Sucker lassen sich nicht am Stück in den Ofen stellen". Gibt es da noch andere Varianten?

Das glaube ich dir sofort, dass der Besuch eines Kurses von Loren Stump eine beachtliche Weiterentwicklung der eigenen Fähigkeiten bringt. Leider wird der Besuch eines solchen Kurses für mich immer ein Traum bleiben.

Vielen Dank, dass du mir so viele Aspekte aufgezeigt hast, die für eine erfolgreiche Verwendung des Suckers notwendig sind. Ich werde noch einmal darüber nachdenken müssen, ob eine Anschaffung dieses Werkzeuges für mich tatsächlich sinnvoll ist, bzw. ob ich alle Parameter für dessen Einsatz erfüllen kann.

Viele Grüße
Susan

9

Mittwoch, 28. Juni 2017, 01:26

hallo susan,

du kannst den sucker nicht in den ofen stellen, da der schlauch, der an dem messing röhrchen ist, nicht hitzebestänig ist und oben drauf stellen,wird nicht genügend hitze bringen um dann auch bis oben hin das glas genügend vorgewärmt zu haben. je kälter das glas vor dem überfang ist, um so mehr blasen bilden sich

gruß karina

10

Mittwoch, 28. Juni 2017, 13:43

Hallo Karina,

vielen Dank für deinen Beitrag. Das, was ich insgeheim schon befürchtet habe, wird durch deine Worte bestätigt und eigentlich müsste jetzt die Vernunft siegen und ich mich von dem Gedanken, einen Stump-Sucker zu kaufen, verabschieden.


Mein Mann hat zwischenzeitlich überlegt, ob es Sinn machen würde den Schlauchanschluss dergestalt um zu bauen, dass an den Messingnippel mittels eines Gewindes zunächst noch ein etwa 20-30cm langes Stück Edelstahlrohr angeschraubt wird, ( da Edelstahl ja bekanntlich ein sehr schlechter Wärmeleiter ist) und erst auf das Ende des Rohrs der Schlauch zum Absaugen der Luft übergestülpt wird. Dadurch müsste es doch möglich sein die Form nebst "Szenario" sogar im Temperofen warm zu halten, ohne dass der Schlauch Schaden nimmt. Obendrein hätte ich dann durch das Edelstahlrohr auch einen festen "Griff" an der Graphit-Form, mit dem ich sie aus dem Ofen holen könnte. Allerdings müsste ich zunächst einmal testen wieviel und wie schnell das Rohr von der Hitze aus dem Ofen aufnimmt, damit man es zum Herausnehmen noch anfassen kann. Oder habe ich da noch Denkfehler übersehen?

Für weitere Meinungen dazu wäre ich euch dankbar.

Liebe Grüße
Susan

11

Mittwoch, 28. Juni 2017, 21:22

Hallo Susan

Die Verlängerung mit dem Edelstahlrohr müßte klappen. Teste mal vorab, welche Länge an Rohr Du brauchst. Lege dazu ein solches Rohr in den Temperofen, daß das Ende herausragt. Du mußt es anfassen und das Gewicht der Form sicher halten können, ohne "Röstfinger" zu bekommen. Etwas länger schadet nicht, und ein Holzgriff kann Wunder wirken.

Karinas Argument mit den Blasen stimmt besonders für Schwarz, das zum "Blasenmagneten" mutieren kann. Aber auch Klarglas ist kritisch, da es eigentlich unsichtbar werden soll.


Dietmar
Veni, Vidi, Vitri
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12

Mittwoch, 28. Juni 2017, 22:38

Hallo Dietmar,

das ist eine gute Idee von dir das Rohr zunächst "trocken", also vor dem Kauf des Suckers, in den Ofen zu legen und einmal zu schauen, wie lang es sein müsste damit der Schlauch nicht zu viel Wärme abbekommt. Das werde ich am Wochenende testen. Edelstahl-Rohr habe ich ja noch genügend hier.

Vielen Dank und Grüße
Susan

13

Freitag, 30. Juni 2017, 08:21

Hallo Susan,

ich habe dein Post erst jetzt entdeckt. Ich habe meinen kleinen Stup Sucker (Durchmesser 3cm) auf diese Weise umgebaut ... mein Edelstahlrohr ist ca 15 cm lang und somit lang genug um den Stump Sucker aus dem ofen zu holen. Den Durchmesser habe ich so gewählt, dass das Rohr gerade eben über die Messing Hülse geht. Den Zwischenraum habe ich einfach mit Trennmittel eingeschmiert und dann das Rohr drüber geschoben. Das hält super, ist hitzebeständig und dichtet ausreichend ab.

Viele Grüße
Meike

14

Samstag, 1. Juli 2017, 00:22

Hallo Meike,

herzlichen Dank, dass du mir deine Lösung für das Warmhalten der Form schreibst. Anscheinend klappt es so und mein Mann hatte damit wohl auch die richtige Idee.
Eine kurze Frage habe ich bitte noch an dich: Hast du das Gefühl, dass du auch noch mit der etwas größeren Form und der entsprechend höheren Glasmenge zurecht kommen würdest? Oder sagst du, dass bei 30mm die Größe erreicht ist, die man gerade noch so gut handhaben kann?

Liebe Grüße
Susan

15

Samstag, 1. Juli 2017, 09:44

Hallo Susan,

es kommt auf den Brenner an ... für mich ist der kleine Stump Sucker mit 30mm Durchmesser so ziemlich die Leistungsgrenze für meinen 8 Liter Konzi und den Luccio Bubacco Carlisle. Eine noch größere Glasmenge würde ich nicht mehr ausreichend heiß bekommen. Wenn ich eine größere Murmel will, dann trage ich halt nachträglich noch Klarglas auf. So komme ich auch auf Murmeln, die einen Durchmesser von 45 mm haben.

Viele Grüße
Meike

16

Samstag, 1. Juli 2017, 14:21

Hallo Meike,

die letzte Frage an dich war noch sehr wichtig für mich und du hast sie auch sehr anschaulich beantwortet. Vielen Dank dafür, denn jetzt fühle ich mich ausreichend informiert, um die Entscheidung über eine Anschaffung des Stump-Suckers zu treffen.

Vielen Dank auch nochmals an alle, die mir hier ihre Erfahrungen geschrieben haben.

Herzliche Grüße
Susan

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