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1

Sonntag, 5. Februar 2017, 09:25

Suche nach Glashohlperlen Formen und Farbglasrohren (Rohlinge)

Hallo

wir überlegen uns, die folg. Glashohlperlen in Tschechien herstellen zu lassen:
http://www.meinfotograf.com/_privat/perlen/erdbeere.JPG
http://www.meinfotograf.com/_privat/perlen/ornament.JPG
http://www.meinfotograf.com/_privat/perlen/rund.JPG
http://www.meinfotograf.com/_privat/perlen/stab1.JPG
http://www.meinfotograf.com/_privat/perlen/stab2.JPG
http://www.meinfotograf.com/_privat/perlen/stab3.JPG

Hierzu benötigen wir Glasrohre in Borosilikat-Buntglas (rot, grün, blau, weiß) in den folg. Maßen:

Außendurchmesser Glasrohr | Wanddicke Glasrohr
4-------------------------------------------0,9
4,5----------------------------------------0,9
5-------------------------------------------1,1
5,5----------------------------------------1,1
6-------------------------------------------1,1


Wichtig, die Farben müssen vollen deckend (opaque) sein, damit man später nicht durch die Perlen hindurch sehen kann.

Des Weiteren brauchen wir für die geriffelten Perlen auch geriffelte Buntglasrohre. Siehe hellgrüne Musterperle oben. Oder denkt Ihr, die Riffelung kommt durch die Form zustande?

Kennt jemand einen Hersteller, der diese Farbglasrohre maschinell herstellt? Von Hand gezogene Rohre sind oft ungleich dick. Dann gibt es viel Ausschuss.

Kennt jemand einen Formenbauer, der Formen für Glashohlperlen herstellt?
Muster: http://www.meinfotograf.com/_privat/perlen/form.jpg

Danke für Eure Info.

Viele Grüße
Wolfgang

Dieser Beitrag wurde bereits 10 mal editiert, zuletzt von »Wolfgang« (5. Februar 2017, 10:07)


2

Sonntag, 5. Februar 2017, 10:26

Hallo Wolfgang

Die gezeigten Perlen wurden alle aus Weichglas gefertigt. Derartige Rohre aus Borosilikat müßtest Du dir als Sonderanfertigung herstellen lassen, ich weiß im Moment aber keinen Hersteller. Vermutlich kennen Northstar und Glassalchemy Jemanden, der aus ihren Gläsern Rohre fertigt.

In Weichglas kenne ich vier mögliche Hütten: Farbglashütte Reichenbach, Friedrich Farbglashütte, Farbglashütte Lauscha und Ornela in Tschechien. Mascinell gezogene Rohre aus Farbglas ist nahezu ein Wiederspruch in sich! Ziehmaschinen für Rohre lohnen sich nur dann, wenn man kontinuierlich mit dem selben Glas in verschiedenen Durchmessern und Wandstärken fertigen will. Ein Abstellen und Reinigen der Maschinen bedeutet fast unweigerlich die Beschädigung von wichtigen Keramikteilen, die für die Formgebung verantwortlich sind. Für den Thermometerbau werden die Rohre handwerklich gezogen, jedoch setzt man dazu "Ziehtürme" ein, in denen der Ziehvorgang vertikal stattfindet. Ob diese Fabriken auch Farbglasröhren der gewünschten Durchmesser, Farben, Muster und Glasart ziehen weiß ich nicht. Insgesamt wirst Du bei Sonderanfertigungen immer einen ganzen "Zug" je Farbe und Durchmesserbereich abnehmen müssen.

Die Musterung der grünen Röhrchen längs ist im Rohmaterial drin. Ich kann jetzt keine Textur erkennen, vermute aber eine Farbgebung durch Wälzen in farbigen Fritten vor dem letzten Überstechen des Glaspostens mit Klarglas.

Die ersten beiden Bilder (Erdbeere und Rose) zeigen einzeln in Formen geblasene Perlen. Die runden Perlen können sowohl frei oder auch in eine "Serienform" geblasen worden sein. Mit viel Übung wurden/werden in Indien (Firozabad*) Perlen nach dieser Methode gefertigt. Ein zur Hohlkugel vorgeblasener Posten Glas wird mit der Pinzette lang gezogen und blitzschnell in eine Klappform gelegt, die dann eine ganze Reihe Kugeln beim weiteren Aufblasen formt. Die Stabperlen sind frei vor der Flamme geformt, ohne jegliches zusätzliche Werkzeug.

In der Gegend von Kaufbeuren könnte noch ein Formenbauer sein, der sämtliche Probleme bei dem Thema kennt. Aber es handelt sich um ein in Deutschland aussterbendes Handwerk! Aus Betriebsaufgaben und Nachlässen werden gelegentlich ganze Werkstattinventarezum Verkauf angeboten, mit tausenden Formen im Konvolut. Ansonsten müßtest Du dich an die Hersteller von Perlenpressen und "Beadrollern" wenden, die hier im Forum unter "Bezugsquellen" gelistet sind.


Dietmar


* = Buchtipp: "Glass, Glass Beads and Glassmakers in Northern India" Paperback – 1995 von Torben Sode und Jan Kock (bei Amazon gelistet)
Veni, Vidi, Vitri
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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »dietmar« (5. Februar 2017, 13:06)


3

Sonntag, 5. Februar 2017, 12:09

Hallo Dietmar

vielen Dank für Deine ausführlichen Informationen. Das ist wirklich sehr hilfreich!

Denkst Du, dass man für die Glashohlperlen kein Borsilikatglas bräuchte? Ein anderer Lieferant hatte uns das halt empfohlen. Ich bin wirklich kein Glasfachmann.

Der Perlenhersteller verwendet für die normale Produktion transparente Glasrohre von Schott:
http://www.schott.com/tubing/english/pro…n/product--8350


Was denkst Du, welche Farbgläser da alternativ verwendet werden könnten, die es als Glasrohre gibt

Wer sind Northatar und Glassalchemy? Ich kenne diese Leute leider nicht.

Danke.
Ich würde mal die Farbglashütte Reichenbach, Friedrich Farbglashütte, Farbglashütte Lauscha und Ornela in Tschechien anschreiben.

Ok. Wg. gezogen wurde mir so gesagt. Ich bin leider kein Fachmann. Ja, die
Sondermengen befürchte ich schon. Mal sehen, wie das wird bzw. ob der
Hersteller dann auch welche kauft.

Aha, gut dann ist die Musterung schon im Glas. Denkst Du, dass man die Stäbchen nicht wie im Video gezeigt herstellen kann? Siehe hier:
https://www.youtube.com/watch?v=aoLrqLLdgGE (Ab Minute 2:00)

Ich schaue mal, was es für Perlen von ind. Herstellern gibt.

Kennst Du den Namen des Formenbauers aus Kaufbeuren? Kennst Du ggf. Leute, die diese Formen aus Altbestand aufgekauft haben?

Die
meisten Hersteller produzieren meist volle Komplettglasperlen. Ich möchte hohle Perlen für mein Projekt haben. Sonst wird das Objekt zu schwer.

Nochmals vielen Dank für die Infos!


Beste Grüße
Wolfgang

4

Sonntag, 5. Februar 2017, 13:28

Hallo Wolfgang

Borosilikatglas ist zwar möglich, aber hat auch seine Tücken. Es ist viel zäher in der Verarbeitung und man braucht wesentlich heißere Brenner dafür. So, wie im Video gezeigt, kann man damit kaum arbeiten.

Das AR-Glas von Schott ist schon wesentlich weicher in der Verarbeitung. Damit könnte ich mir die gezeigte Verarbeitung vorstellen. Dazu könnten Farbfritten von Bullseye oder Uroboros passen, dabeide Hersteller den selben AK wie Schott AR (AK90) angeben. Jedoch ist Bullseye enorm niedriger schmelzend und Uroboros immer noch deutlich weniger zäh. Das AR-Glas wurde zur Herstellung von Ampullen und Reagenzgläsern entwickelt und früher auch zum Glasapparatebau verwendet.

Alternativ könntest Du mit unheimlichem Glück noch an Rohre der Hütte aus Haselbach (seit mandestens 20 Jahren kalt) denken. Aber davon dürfte es kaum noch Auswahl übrig sein. Sonst halt die von mir bereits genannten Hütten... Zur Not könntest Du noch in einer Studioglashütte fragen, ob sie das Gewünschte in AK96 unter Verwendung von Farbglas aus Reichenbach oder Kaufbeuren-Neugablonz herstellen können. Rohre in exaktem Maß ziehen ist allerdings eine hohe Kunst.

Northstar und Glassalchemy sind Boro-Farbhütten in und bei Portland/Oregon. Sie versorgen die Lampenglasbläser in der US-Szene und verkaufen weltweit. (Tippfehler in NORTHSTAR lorrigiert!)

Im Video werden eher Perlen vom Typus wie die Kugeln, Erdbeeren und die "Ornamente" hergestellt. Daß es aus Tschechien kommt ist kein Zufall, da dort über lange Zeit die Glasschmuck- und -Kuezwarenindustrie beheimatet war/immer noch ist. Diese Stäbchen sehen eher nach "zweimal gestaucht und einmal gezogen" aus. Das läßt sich aus einer recht großen Länge Rohr in Serie vor einer sehr schmalen Flamme machen. Für mich war die Unregelmäßigkeit der Verdickungen und die zur Verjüngung enger werdende Maserung der Gestreiften der Hinweis.

In dem oben genannten Buch werden höchstens Städte und ihre Umgebung genannt, da müßtest Du selber genauer recherchieren.

Mit Namen und Adressen kann ich nicht dienen. Ich habe allerdings über die Jahre immer mal wieder von Firmennachlässen gelesen, die im Perlentreff angeboten wurden. Da müßtest Du mal in Kaufbeuren-Neugablonz an der Berufsfachschule fragen, die kennen das Handwerk dort bestimmt besser.

Deinen Wunsch nach Hohlperlen kann ich verstehen. Die sind um Welten leichter als das Vollmaterial, aber auch deutlich empfindlicher. Bin ja neugierig, was Du da bauen möchtest!



Dietmar
Veni, Vidi, Vitri
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5

Sonntag, 5. Februar 2017, 17:55

Hi Dietmar,

vielen Dank für Dein Feedback und Interesse. Das freut mich :)

Es geht um Trachtenschmuck. Im Prinzip gab es diesen Blog schon mal: Siehe
Wer macht/kann sowas? Trachten-Hohlperlen

Im Schwarzwald werden aus den Glashohlperlen Brautkronen und Zopfschmuck gemacht. Die Maxime ist es, Gewicht zu sparen. Siehe http://www.alamy.com/stock-photo/women-w…4ppel-head.html

Ich bin soweit nicht auf das Borosilikatglas fixiert. Das hat mir halt eine Produktmanagerin von einem Online-Shop empfohlen. Ich bin für Ratschläge und bessere Lösungen immer offen. Unter den Bedingungen wird sich das B.glas wohl nicht eignen. Ausgeschieden. Ok. Dann wären Bullseye oder Uroboros geeignet für den Ansatz?

Gut, dann fange ich mal meine Recherche auf dieser Basis an. Ich bin mir unsicher, ob das Sinn macht in Indien zu bestellen. Die Kommunikation wir doch schwer? Oder werden in dem Buch die Herstellungstechiken beschrieben?

Ja, in Tschechien ist sicherlich die Heimat dieses Handwerks. Anscheinend wurden solche Perlen vor +100 Jahren auch mal im Schwarzwald hergestellt.

Das hat die freundiche Beraterin von der tschechischen Firma auch gesagt. Wenn die Glasrohre ungleichmässig sind, gibt es viel Ausschuss oder die Perlen gehen leicht kaputt. Dann wird es teuer. Ansonsten machen wir die halt mit transpartem Glas und lackieren die dann anschließend. Denkst Du, die sehen dann gut aus? Ich hätte da an Glasspritzlack gedacht: Siehe http://www.list-coatings.de/index.php?id=924

Schau mal, der tschechische Hersteller macht auch solche Perlen auf Basis von diesem Herstellungsverfahren.
http://www.vintage-ornaments.com/craft-s…product_id=7968

Ja, diese Stabperlen wurden früher in der DDR evtl. maschinell hergestellt.

Schade, aber es ist mal ein Anfang für mich. Mal schauen, wie weit ich damit komme. Berufsschulen habe ich auch schon mal angeschrieben, aber keine Antwort bis auf eine Absage bekommen.



Viele Grüße
Wolfgang

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Wolfgang« (5. Februar 2017, 20:15)


6

Dienstag, 7. Februar 2017, 21:59

Hallo Wolfgang

Ich hatte Bullseye und Uroboros nur als Lieferanten für mit AR-Glas kompatible Farbfritten in die Diskussion gebracht. Sie produzieren sonst hauptsächlich farbiges Flachglas für Tiffany-Arbeiten und Fusing. Nebenbei werden Stäbe und Stringer maschinell gezogen. Rohrproduktion ist nicht vorgesehen.

Mit Indien wird die Kommunikation vermutlich auf Englisch funktionieren. Schriftlich sollte besser klappen als gesprochen, da Inder das Englisch mit einem wahnsinnigen Akzent sprechen und dann noch sehe "huddeln". In dem Buch werden sehr viele Techniken kurz angerissen, da das Buch eher einen völkerkundlichen als einen produktionstechnischen Hintergrund hat. Aber Du hast Recht, Hersteller in der Nähe haben den Vorteil, daß man sich auch mal zusammen setzen kann.

Hast Du denn schon mal die Umgebung von Kaufbeuren "abgegrast", was Perlenhersteller angeht? Dort könnten noch einige übrig sein. Dort wurde/werden allerdings viele Produkte "gedrückt", also massiv aus den erhitzten Glas gepresst. Versuche mal, die dortige IHK zu kontaktieren wegen Adressen.

Der Lack sollte im Prinziep brauchbar sein. Man müßte sich aber zunächst Erfahrung in der Verarbeitung aufbauen, um seine Eigenschaften voll nutzen zu können. Die Auswahl scheint ja groß zu sein, was die verschiedenen kombinierbaren Eigenschaften angeht.

Der tschechische Hersteller scheint ja ein erster Treffer auf der Suche nach bestimmten Perlenformen zu sein, die Du für die Trachten gebrauchen könntest. Zumindest trifft die Beschreibung auf die anwendung zu.

Die Stabperlen sehen mir, mit Ausnahme der Roten, zu ungleichmäßig für maschinelle Herstellung aus. Aber moderne Maschinen müßten solche Formen problemlos hinkriegen, ohne spezielle Werkzeuge (Grapgitformen) dafür herstellen zu müssen. Mit einem passenden Brennerchen müßte das relativ einfach zu erlernen sein. Schau mal im Wiki nach dem "Wachsbrenner", meinem ersten selbst gebauten Brenner. Er hat eine schön feine Flamme, arbeitet mit Kerzenwachs oder festem Fett und kann sogar im Flieger inklusive Brennstoff mitgenommen werden. Das Arbeiten mit ihm ist recht langsam, eher "meditativ". Aber für die Stabperlen sollte er bestens geeignet sein, in Verbindung mit einem Silikonschlauch zum Blasen.

Ein Reisetipp könnten die Lauschaer Glasperlentage sein. Dann hast Du ein Glasmuseum (mit u.A. Hohlperlen im Bestand), Glasrohrproduktion und viele kundige Leute auf einem Haufen. Der Ausbilder für Kunstglasbläser der Hütte sollte ein interessanter Ansprechpartner sein. Er gibt gelegentlich auch privat organisierte Kurse.



Dietmar
Veni, Vidi, Vitri
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »dietmar« (8. Februar 2017, 21:58)


7

Mittwoch, 8. Februar 2017, 21:22

Hi Dietmar,

Ich muss gestehen, ich bin ein totaler Anfänger, was Perlen betrifft. Ich habe auch auf Wiki geschaut, was Glasfritten sind. Sind das keine Splitter, die zum Färben auf den heissen Rohling gestreut werden?

Ja, die Leute in Indien verstehen Englisch recht gut. Doch der kulturelle Unterschied und Akzent sind tricky. Das macht bei der Entfernung keinen Sinn.

Ich habe mal mit dem Glasverband dort telefoniert wg Händleradressen. Ich bekam eine freundliche Unterstützung, aber nei den genannten Adressen konnte man mir nicht helfen. Wg Glasbläser müssste ich nochmal versuchen.

Denkst du, das ist schwer mit dem Lack? Was kann da so schief gehen?

Ich habe echt schiss, dass da beim Brennen was schief gehen kann. Die Versicherung zahlt bei grobem Verschulden nix.

Denkst du wirklich, dass die Stabperlen nicht so schwer sind? Wenn, dann wollte ich einen gescheiten und nicht qualmenden Brenner :)

Danke. Lauscha hört sich sehr gut an. Hoffe, dass da nicht nochmal nen Wintereinbruch kommt.abe wg Versilbern auch mal mit Fr. Otterbein telefoniert. Gehat du auch hin? Wenn, dann wäre ich nur Fr und So dort.

VG
Wolfgang

8

Mittwoch, 8. Februar 2017, 22:28

Hallo Wolfgang

Genau: Fritten sind zerkleinertes Glas, das durch Wälzen des heißen Glaspostens aufgenommen wird. Das ist ungefähr wie Zucker naschen mit dem feuchten Finger.

Ich meinte beim Lack, daß man damit, wie mit anderen Werkstoffen auch, zunächst Anfängerfehler machen kann. Es wird nach einigen Übungsstücken besser und dann bald zur Zufriedenheit funktionieren. Schiefgehen... Man wird am Anfang bestimmt versehentlich zu dick sprühen oder beim Tauchen das Loch zukleckern. Aber Beides sollte sich mit der Übung geben.

Ich hatte, außer dem Wissen um die Funktion eines Lötrohres, keine weitere Information und wenig Geld, als ich meinen Brenner gebastelt hatte. Er läuft inzwischen über 30 (Dreißig) Jahre und ich muß jetzt mal die Düse ersetzen. Richtig eingestellt brennt er recht sauber, Kerzen sind da ein guter Vergleich. Er ist allerdings von der Leistung "Bobbycar gegen VW-Käfer", wenn man ihn mit einer Lötlampe oder gar einem Zweigasbrenner vergleicht. Jedoch sind Lötlampen recht breit für die feinen Arbeiten an den Stabperlen und ein Zweigasbrenner mit Konzentrator (...) liegt im Bereich von 500€. Ich schätze, daß Du mit Anleitung und einigen Übungsstücken die Grundlagen für diese Stabperlen an einem Tag erlernen kannst. Schon nach kurzer Zeit sollte das Ergebnis ausreichend, wenn nicht schon gut sein. Die Gafahr wird geringer, wenn Du erst mal etwas Erfahrung hast und den Arbeitsplatz nach "gesundem Menschenverstand" unter Brandschutzaspekten einrichtest. Es haben schon hunderte begeisterter Laien sich eine Perlenwerkstatt aufgebaut und ich habe bisher kaum von Bränden hehört. Versengte Finger hatte fast Jeder mal, wegen "dumme Finger", aber das heilt meistens spurlos.

Ich werde vermutlich nicht nach Lauscha kommen. Aber Du solltest dort nach Peter Müller-Phillip-Sohn Ausschau halten. Der kann Dir mindestens gute Tipps zur Verarbeitung geben, wenn nicht eine kurze erste Übung verschaffen.


Dietmar
Veni, Vidi, Vitri
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9

Mittwoch, 8. März 2017, 17:02

Hallo Wolfgang,

Warst du schon in der Dorotheenhütte in Wolfach?
Ich weiß, dass die immer mal wieder Hütten oder deren Werkzeuge aufkaufen.
Sie haben z.B. ganz viele alte Zangen zur Perlenherstellung, da würde es mich nicht wundern, wenn sie auch so Holzformen für Perlen irgendwo ergattert haben. Der Hüttenmeister kommt glaube ich auch aus der Ecke von Lauscha, vielleicht hat der noch einen hilfreichen Tipp.

Gruß Steffi

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